Der Sommer kommt auf dem Velo

Di 27.05.14

Die Tage werden länger, die Röcke kürzer; die Luft riecht nach Grilladen und Sonnencreme und viele Passagiere der morgendlichen S12 haben die grimmigen Gesichter bereits vorfreudig gegen Sonnenbrillen eingetauscht. Jetzt, da der Schweiz nach der letzten Abstimmung auch schon fliegende Verkehrsmittel verwehrt bleiben müssen und sich das Platzproblem in Bussen und Zügen überraschenderweise trotz angenommener Masseneinwanderungsinitiative noch nicht von selbst gelöst hat, muss mit dem Sommeranfang eine neue Lösung her!

In Winterthur bietet sich (selbst für eher sportscheue Mitglieder der Gesellschaft wie mich) das Velo an. In der frischen Luft die Sonne geniessen und gleichzeitig noch an der Strandfigur arbeiten: Das ist nicht nur umweltfreundlich, sondern auch multitaskingmässig effizient. Ja, das Velo hat viele Vorteile: keine muffigen oder stänkernden Sitznachbarn im Bus, überwiegend selbst verschuldete Verspätungen und obendrein sogar noch die Möglichkeit eleganter Überholmanöver, wenn unsere Winterthurer Busse im Stau stehen.

Doch nebst all den Vorteilen gibt es auch noch immer Ärgerliches: zum Beispiel das Suchen von Veloabstellplätzen in den letzten fünf Minuten der frühen Morgenstunden, bevor der Zug fährt. Und das bei einer ohnehin schon problematischen Erreichbarkeit des Hauptbahnhofes mit dem Velo. Aber auch da wird an Verbesserungen gearbeitet. Dazu haben die Grünen Winterthur am letzten Mittwoch eine Velopetition mit fast 1400 Unterschriften beim Stadtrat eingereicht, um das Velofahren in Winterthur noch angenehmer zu gestalten.  In dem Sinne ist der (Velo­)Weg in den Sommer hoffentlich bald frei! Gute Fahrt!

Anita Hofer, Gemeinderätin Grüne Winterthur