«Winergie 2050» – Winterthurs Energiezukunft ist erneuerbar!
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Wichtige Etappenziele:
April 2012: Der Grosse Gemeinderat von Winterthur hat ein klares Signal für die erneuerbare Zukunft auch in Winterthur gesetzt. Er befürwortet unsere Initiative "Winergie2050" mit 33:22 und den ebenfalls guten Gegenvorschlag (der Dank unseren Anträgen nun auch mit Zwischenzielen versehen ist) des Stadtrates sogar mit 38 zu 17 Stimmen.
Dezember 2011: Initiatiave und Gegenvorschlag werden in der zuständigen Kommission des Grossen Gemeinderates beraten.
Juni 2011: Der Stadtrat hat einen Gegenvorschlag dazu erstellt.
März 2010: Die Initiative ist mit über 1200 Unterschriften von der Kanzlei beglaubigt worden!
Februar 2010: Das erste Etappenziel ist erreicht.
Wir haben über 1350 Unterschriften zur Beglaubigung eingereicht (1000 müssen gültig sein)!
Herzlichen Dank allen Unterzeichner- und SammlerInnen!
Medienmitteilung - mit Bildern - vom 2.2.2010.....
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Am 1.10.2009 wurde die kommunale Volksinitiative lanciert.
Kleiner Bericht der Lancierungs-Medienorientierung...
Begründung und Motivation
Fortschreitende Klimaerwärmung sowie abnehmende fossile Energievorräte gehen auch an Winterthur nicht vorbei. Die Stadt muss sich rechtzeitig darauf einstellen, bevor das Klima kippt und bevor die Erdölquellen versiegen. Die Grünen Winterthur wollen jetzt die Rahmenbedingungen für eine nachhaltige, zukünftige städtische Envergieversorgung auf erneuerbarer Basis schaffen.
Spätestens bis ins Jahr 2050 soll in Winterthur folgendes erreicht werden:
- 2000-Watt Gesellschaft: Der durchschnittliche Energieverbrauch pro Einwohner soll 2000W Dauerleistung nicht mehr übersteigen (heute bewegen wir uns im Bereich von 6000W).
- Nur noch 1t CO2 Ausstoss. Pro Kopf der Bevölkerung soll jährlich nicht mehr als eine Tonne CO2-Äquivalente (klimarelevanten Treibhausgase) produziert werden (heute sind es etwa 6t)
- Keine Nutzung von Atomenergie mehr (heute sind es etwa 60% im Strommix von Stadtwerk Winterthur)
Diese Ziele sollen in der Winterthurer ‚Verfassung’ (Gemeindeordnung) verbindlich festgeschrieben werden. Das „Win“ im Titel steht sowohl für Winterthur wie auch (englisch: win) den Gewinner unserer Zukunft!
Verschiedene Studien (siehe Links unten) haben gezeigt, dass es durchaus möglich ist, unseren Energieverbrauch entscheidend zu reduzieren, ohne auf die Annehmlichkeiten der modernen Zivilisation zu verzichten. Das Ziel der 2000Watt entspricht etwa dem Verbrauch in den 60er Jahren des letzten Jahrhunderts, ist also keineswegs irgendeine Art Rückwärts-Bewegung in die Steinzeit! Die Reduktion ist möglich durch eine Kombination von u.a. folgenden Massnahmen: Technische Effizienzsteigerung, wärmetechnische Optimierungen im Gebäudebereich, intelligentere Mobilität und vernünftigen (energetischen) Mitteleinsatz.
Andere Abklärungen (z.B. der Baudirektion Zürich, siehe Links unten) haben auch gezeigt, dass es im Kanton Zürich (und damit auch für Winterthur) ein immenses Potenzial für alternative Energieproduktion gibt, welches die fossilen Energieträger (heute hauptverantwortlich für die Klimaerwärmung) ersetzen könnte: Geothermie, Solarenergie, Wasserkraft, Windenergie, Biomasse, um nur die wichtigsten davon zu nennen. Im Verbund mit europäischen Optimalstandorten (Solarstrom aus Südeuropa und Windstrom von der Nordsee) ist auch die Grundlast einer zukünftigen Stromversorgung genauso stabil zu gewährleisten, wie das heute noch zumeist mit Atom- und Kohlekraftwerken geschieht.
Die Atomkraft schliesslich ist keine Option für die Zukunft. Wir wollen darauf vollständig verzichten. Sie birgt nicht nur viel zu hohe Risiken sondern fusst genauso auf endlichen Ressourcen (Uran) wie die fossilen Energieträger. Zuletzt schliesslich kann es nicht angehen, dass wir weiterhin strahlende Abfälle produzieren, welche noch in tausenden von Jahren die Umwelt verseuchen können.
Der Import der Energieträger Öl, Gas und Uran führt zu grossen Finanzabflüssen in politisch problematische Länder wie Russland, Libyen, Iran und Irak und führt die Schweiz in eine unberechenbare Abhängigkeit von diesen Staaten. Das lokale Gewerbe und die Industrie profitieren kaum von diesem Energieimport. Nur mit dem Einsatz der erneuerbaren und lokalen Energiequellen können Arbeitsplätze in der Region geschaffen und der Geldfluss ins Ausland gestoppt werden.
Die Grünen Winterthur wollen mit dieser Initiative jetzt die Weichen für eine nachhaltige, erneuerbare Energiezukunft stellen. Wir sind überzeugt, dass dies im Sinne und zum Wohle aller ist. Heute und in Zukunft.
Reto Diener, Co-Präsident, Sept 2009
Referenzen:
- Vision 2050 (Baudirektion Kanton Zürich)
- Energieperspektive 2050 der Umweltorganisationen (Ellipson)
- 2000 Watt Gesellschaft (ETH Zürich)

