Zitate des Monats - Archiv
Feb 2012
„In Zukunft wird man Probleme nicht mehr durch Expansion lösen können, so wie die Moderne es immer getan hat, sondern nur durch Reduktion, nicht durch mehr von allem, sondern durch weniger von allem.“
Harald Welzer, Prof. für Transfomationsdesign und Direktor der Stiftung Futur Zwei, in Energie&Umwelt 1/2012, S.6
Jan 2012
„Viele erkennen zu spät, daß man auf der Leiter des Erfolgs einige Stufen überspringen kann. Aber immer nur beim Hinuntersteigen.“
William Somerset Maugham (1874-1965)
Dez 2011
«...es ist gut dass die Energiewende endlich beginnt. Denn langfristig kann niemand mehr Energie brauchen, als nachwächst.»
"Der lange Abschied vom Atomzeitalter"
Haspeter Guggenbühl, 7.Dez.2011 (www.infosperber.ch)
Nov 2011
«...Klar. So hat die bequeme neue Mitte gewonnen. Sie wird wohl Teil des Problems, nicht Teil der Lösung.»
"Wahlen und Schuldenwirtschaft"
Hans Steiger im P.S. vom 3.Nov.2011 (www.pszeitung.ch)
Sep 2011
«Es könnte gegen Ende des Jahrhunderts noch viel wärmer werden auf der Erde als bisher angenommen......»
Aug 2011
«Kein Wachstum ist langfristig nachhaltig. Wenn wir den Fokus auf Wachstum beibehalten, werden uns sämtliche Ressourcen ausgehen: Boden, Wasser, Rohstoffe.»
März 2011
«Wir plündern zugleich die Vergangenheit und die Zukunft für den Überfluss der Gegenwart - das ist die Diktatur des Jetzt.»
Hans Joachim Schellnhuber (*1950), CBE, Physiker & Klimaforscher, Quelle: Der Spiegel
Dez 2010
«Wenn der Wind des Wandels weht bauen die einen Mauern und die anderen Windräder.»
alte chinesische Weisheit, leicht abgewandelt
Okt 2010
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Past Peak Oil Travelling
Statt einem Zitat ein unterhaltsamer Video-Clip zum Thema Endlichkeit des Erdöls...
Okt 2010
Aug 2010
«Freude herrscht» - nein, nicht von Dölf Ogi - von Stadtrat Matthias Gfeller, anlässlich der Nachricht über den Bau des grössten Solarkraftwerkes von Winterthur (siehe den Bericht aus dem Landboten hier...).
Wir freuen uns mit und gratulieren der Firma Briner sowie dem Initiator Christian Huggenberg!
Reto Diener, Aug 2010
Juni 2010
«Reforms to the transport system, including public transport, … [the government had decided to introduce an innovative country-wide road pricing scheme] … should reduce the economic and environmental burden of transport, thereby improving prospects for sustainable long-term growth.»
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aus: Economic Survey of the Netherlands, 2010
Auch das UVEK setzt auf Road-Pricing:
«Längerfristig ist ein Systemwechsel in Richtung eines integralen "Mobility Pricing" anzustreben. Dieses umfasst alle Verkehrsträger und verfolgt neben dem Finanzierungsziel auch ein Lenkungsziel (Nachfragesteuerung über Preissignale)»
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aus: Bericht zur Zukunft der nationalen Infrastrukturnetze in der Schweiz, 2009
April 2010
«Bei geschickterer Organisation der Mobilität bräuchte es nur noch drei Prozent der heutigen Autofahrten. Man hätte 70 Prozent der Strassenflächen für neue Lebensräume zurück-gewonnen und wäre dabei genau so glücklich wie heute.»
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Hermann Knoflacher, Verkehrsplaner
aus: VCS MAGAZIN / AUTO-UMWELTLISTE 2010
Jan 2010
«Individualverkehr bedeutet kollektiv im Stau stehen.»
Albert Buntenbroich, Satiriker
«Das Klima krankt am Wachstum.»
Hanspeter Guggenbühl, Wissenschaftsjournalist
«Denn sie tun nicht was sie wissen.»
Claus Leggewie, Politikwissenschafter
Mai 2009
«Das Weltenergiesystem steht an einem Scheideweg. Die derzeitigen weltweiten Trends von Energie- versorgung und -verbrauch sind eindeutig nicht zukunftsfähig, in ökologischer ebenso wie wirtschaftlicher oder sozialer Hinsicht. Das kann jedoch - und muss auch - geändert werden. Noch ist Zeit für einen Kurswechsel ....»
IEA, World Energy Outlook 2008 (Erster! Satz der Zusammenfassung)
Wie lange noch haben wir Zeit?
Januar 2009
Ein gutes Jahr werde es kaum werden, ökonomisch, das sahen vor und nach Sylvester fast alle Auguren gleich. Sans Papiers riefen sich in Erinnerung. An der Demo war es kalt. Irgendwo sind Obdachlose erfroren...Krieg ist. Im Nahen Osten, und weiter weg eigentlich immer. Seuchenhaft mutet an, was uns an Krisen ereilt. Jedenfalls wirken die Reaktionen ähnlich hilflos betriebsam wie seinerzeit bei der Vogelgrippe. An allen Ecken wird eine Unmenge von kapitalisiertem Öl in die flackernden Feuer der bekannten Brandstifter gepumpt. Schuldenwirtschaft wie nie. Auf dass sich die Prognose wirklich erfülle, welcher ein US-amerikanisches Team von Klimaforschern schon jetzt eine neunzigprozentige Wahrscheinlichkeit gibt: «Die Hälfte der Menschheit wird in 90 Jahren von Hungersnot bedroht.» ... «Die Welt spinnt». Jetzt ist der globale Irrsinn fast tagtäglich in einer einzigen Zeitungsausgabe zu finden. Im gleichen 'Tages-Anzeiger' vom 9. Januar, der obiges aus der Welt der Wissenschaft gemeldet hat, lautete die Frontschlagzeile: «Obama will US Wirtschaft ankurbeln.» Kommentarspalte: «Die Krise als Urknall». Frankreich und Deutschland beziehungsweise Sarkozy und MerkeI, dies im Wirtschaftsteil, wollen «eine neue Weltwirtschaftsordnung» und vorerst einmal «die Autoindustrie auf dem Weltmarkt stärken»...
Hans Steiger
aus "post scriptum" P.S. (www.pszeitung.ch), Januar 2009
November 2008
Innovation ist geil
Nun also Innovation. Wieder so ein Heilswort. Ökonomen beschwören ein «innovationsgünstiges Klima», sonst veröde die Wirtschaft....
Schön, wenn wir ein unsinniges Produkt ökologisch (innovativ?) verpacken. Aber ein Offroader bleibt auch mit einer FCKWfreien Klimaanlage ein Unsinn. Ökologischer ist es allemal, mit dem öffentlichen Verkehr zu reisen. Aber nachhaltig innovativ ist es, Städte so zu gestalten, dass wir uns darin wohl fühlen und die Arbeitsplätze und Einkaufsmöglichkeiten in der Nähe der Wohnungen liegen, so dass wir viel Mobilität gar nicht brauchen. Wenn ich jede Woche nach Paris muss, ist es nachhaltiger, den innovativen TGV zu nehmen, der demnächst doppelstöckig mit 320 km/h von Basel nach Paris brausen wird. Dies erspart mir das klimakillende Flugzeug, braucht aber selber auch sehr viel Energie. Nachhaltig innovativ ist hier nur die Frage: «Was zum Teufel soll ich jede Woche in Paris?»
Andreas Götz, Geschäftsführer CIPRA International
September 2008
Rein in den Stau
«VerkehrsphysikerInnen haben herausgefunden, wie AutofahreInnen auf Staumeldungen reagieren. Erstaunlich: Wer den Umfahrungsempfehlungen folgt oder selbst Abkürzungen sucht - verliert. Am schnellsten kommen immer noch jene an, die stoisch auf ihrer Route bleiben und den Stau im wahrsten Sinne durchstehen.
Kurzformel: Mit Stau kommt man am schnellsten voran! Folglich braucht die Schweiz noch mehr Stau. Wir apellieren an die Verantworung der AutofahrerInnen: "Sie stehen nicht im Stau, Sie SIND der Stau!"
Also, meine Damen und Herren: Bitte einreihen!»
aus "umverkehRen" Nr.79, Okt 2008, www.umverkehr.ch
August 2007
Stromlücke?
«In funktionierenden Märkten entstehen keine Lücken zwischen Angebot und Nachfrage. Wohl aber Preissteigerungen und Ersatzmassnahmen wie Energieeffizienz, erneuerbare Energie und (oft unerwünschte) Substitutionen (von Öl zu Strom, etc.). Die Idee einer echten Verknappung (kein Strom, alles Dunkel, Rationierung, Krieg) ist eine bewusste und demagogische Irreführung der Stromwirtschaft, die nur die Angebots-Massnahmen kennt.»
Conrad U. Brunner,
Energiefachexperte, A + B International Sustainable Energy Advisors, Zürich
aus: Fachtagung "Mythos Stromlücke" (Schweiz. Energiestiftung)
Juni 2007
«Die Aussage, dass Klimawandel mit Atomstrom beeinflusst werden kann, ist lächerlich. AKW produzieren vier Prozent der Energie, welche die Welt verbraucht und vergeudet. Um den Anteil auf zehn oder zwanzig zu erhöhen, müsste man tausend neue Anlagen bauen. Dafür haben wir das Geld nicht, und es gibt auch nicht genug Uran dafür.
Das wichtigste wäre, die vorhandene Energie effizienter zu nutzen ...und... Strom sollte so dezentral wir möglich produziert werden.»
Pierre Lehmann, studierter Kernphysiker (ETH) im (Un-)ruhestand
aus: greenpeace 2/07
April 2007
«Die Leute müssen bescheidener werden: Man kann nicht eine 2000-Watt-Gesellschaft und gleichzeitig Autos wollen, die 2,5 Tonnen wiegen und in 5 Sekunden von 0 auf 100 km/h beschleunigen. Es ist kein Menschenrecht, ein Auto zu haben, das 250 km/h fährt. 100PS reichen, um alle unserer Mobilitätsbedürfnisse zu befriedigen. In der Schweiz möchten die einen die 2000 Watt und den Porsche Cayenne. Tut mir leid, das geht nicht! Das sage ich als Wissenschaftler, nicht als Politiker»
Lino Guzella, ETH-Dozent, Erfinder des 1 Liter Autos "PAC-Car II"
aus: VCS Leonardo 2/2007
März 2007
«Wenn wir die 2000-Watt-Gesellschaft realisieren, müssen wir nicht in zusätzliche Kernkraftwerke investieren»
Eberhard Jochen, ETH-Professor für Nationalökonomie und Energiewirtschaft
«Energiepolitik ist für uns auch zwingend Klimapolitik»
Patrick Hofstetter, WWF Schweiz
aus ETH GLOBE 1/2007, März 2007
Oktober 2006
«In der Wissenschaft besteht Konsens darüber, dass sich die Erde erwärmt und dass dafür überwiegend die Treibhausgase verantwortlich sind. Sollte die Wissenschaft Recht behalten, sind die Folgen für den Planeten verheerend. Die Katastrophe wird sich noch zu unseren Lebzeiten ereignen.»
Tony Blair, Britischer Premieminister, Oktober 2006
September 2006
«Es gibt in der Tat gute Gründe, über eine neue "Weltgestaltung" nachzu- denken: Die "Moderne" hat in ihrer Spätphase ersicht- lich alle Hände voll zu tun: Mit der linken stochert sie in den fossilen Tresoren der Erde (mit zunehmender Nervosität angesichts der sich abzeichnenden Ebbe), mit der rechten stellt sie immer hektischer und immer ungehemmter ungedeckte Wechsel auf die Zukunft aus und beruhigt sich über das weitere seit drei Jahrzehnten mit dem Mantra "Kommt Zeit, kommt Rat, kommt Wasserstoff." Ein unbeteiligter und des- halb illusionsloser Beo- bachter würde wahrschein- lich nüchtern urteilen: Die Moderne ist bankrott.»
Thomas Hoof, Manufactum Hausnachrichten, Herbst 2006

