Brühlbergschule und KSP Altstadt/Töss

Mo 17.04.17

Die Grünen Winterthur bedauern ausserordentlich, dass es in den letzten Jahren nicht gelungen ist, die Situation im Brühlbergschulhaus nachhaltig zu verbessern. Weshalb es nach einer längeren Zeit der scheinbaren Beruhigung nun mit der Kündigungswelle aller Klassenlehrpersonen zum Ekklat kam, ist für uns allerdings wenig nachvollziehbar: Die Schuld daran allein den zuständigen Leitungspersonen in die Schuhe zu schieben greift zu kurz. Richtig ist, dass die Besetzung der Schulleitung mit einer eher unerfahrenen Person in der schwierigen Ausgangslage wohl nicht das Gelbe vom Ei war. Hier hatte Felix Müller als Präsident, aber auch die zuständige Kreisschulpflege (KSP) als Ganzes, eine doch eher unglückliche Hand. Es bleibt aber festzuhalten, dass für alle Beteiligten im Schulhaus Brühlberg von Anbeginn der Legislatur an klar war, dass eine neue Schulleitung nicht mehr ausschliesslich nur für dieses Schulhaus zuständig sein kann (Vorgabe Zentralschulpflege). Wir müssen aus vielen Reaktionen und Rückmeldungen schliessen, dass dies von Vielen in und ausserhalb der Brühlbergschule bisher nicht hinreichend zur Kenntnis genommen werden wollte, bzw. dass auch hierin Gründe für das bisherige Scheitern der Normalisierung zu suchen sind. An dieser Stelle ist weiterhin festzuhalten, dass die gegenwärtige Schulleitung im Schulhaus Neuwiesen, welches ebenfalls zu ihrem Einflussbereich gehört, in der gleichen Zeit zu keinen Beanstandungen Anlass gab. Dort gab es sogar eher unterdurchschnittliche Wechsel beim Lehrkörper zu verzeichnen. Auch das ein Hinweis, dass die Verantwortung an der heutigen Situation nicht monokausal einzelnen Leitungspersonen zugeschrieben werden kann.

Nun, das Geschirr ist zerschlagen und lässt sich wohl nicht einfach mit etwas Kitt reparieren. Die Grünen fordern, dass so rasch wie möglich eine neue Lösung (allenfalls Übergangslösung) mit einer erfahrenen Schulleitung gesucht wird. Es ist richtig, dass diesbezüglich wohl ein "Neustart" umgesetzt werden muss. Allerdings erwarten wir auch von der Elternschaft das entsprechende Entgegenkommen und vor allem das Verständnis für die Tatsache, dass die Brühlbergschule eine Volksschule ist und sich deshalb in formellen Dingen an die entsprechenden Regeln zu halten hat. Was die KSP (und damit natürlich auch den Präsidenten) anbetrifft, so ist sie selbstverständlich bezüglich der Einsetzung der Schulleitung in der Pflicht und Verantwortung: Das Organisationsreglement bezeichnet die Behörde als Ganzes für die Einsetzung der Schulleitungen zuständig. Ob eine Sonderkommission einzusetzen ist oder nicht, entscheidet die Behörde ebenfalls in einem demokratischen Mehrheitsenscheid selbst.

Die Rücktrittsforderungen an die Person von Felix Müller sowie weitergehende gegenüber ihm in der Öffentlichkeit aufgebrachten Vorwürfe weisen wir aber entschieden zurück. Die vorgebrachten Anschuldigungen sind weder belegbar noch in irgend einer Form aktenkundig. Das hat auch der Bezirksrat in der Antwort auf die zuletzt angestrengte Beschwerde festgehalten. Im Gegenteil: Felix Müller hat sich auch in den letzen Jahren immer wieder mit zusätzlichem Engagement um die Brühlbergschule bemüht. So hat er über einen Ausgleich im ganzen Schulkreis dafür gesorgt, dass trotz Mehrkosten weiterhin durchmischte Jahrgangsklassen geführt werden konnten. Weiterhin fanden unzählige Supervisionen und Beratungsgespräche zwischen den verschiedenen Personengruppen statt. Ebenso suchte Felix Müller auch wieder das Gespräch mit dem Elternrat, zuletzt Ende 2016. Zu diesem Zeitpunkt wurde vom damaligen und aktuellen Elternratspräsidenten ausgesagt (entsprechende Dokumente liegen uns vor), es gäbe an der Brühlbergschule keinen Anlass zur Beunruhigung, ein persönlicher Kontakt wäre deswegen also "nicht notwendig". Angesichts der öffentlichen Aussagen aus diesen Kreisen heute, können wir uns darüber nur wundern.

 

Es bleibt festzuhalten das Felix Müller und die KSP Altstadt-Töss als Ganzes eine solide Arbeit leisten und geleistet haben. Wir möchten explizit darauf hinweisen, dass es sich bei der Brühlbergschule um die kleinste von weit über einem Dutzend Schulen im gesamten Schulkreis handelt und dass es nirgendwo in diesem grossen Kreis nennenswerte oder bisher an die Öffentlichkeit gelangte Probleme gab. Auch in diesem Lichte sind die Rücktrittsforderungen gegenüber der Person von Felix Müller nicht nachvollziehbar.

 

Medienmitteilung, Montag, 17. April 2017

Reto Diener, Co-Präsident, 076 540 90 46
Renate Dürr, Co-Präsidentin, 079 628 23 80