Fehlt: Zukunftsfähiges Verkehrskonzept

So 12.08.18

Mit einen kleinen Eklat und den seit Jahren immer wieder gehörten Vorwürfen endet die langjährige Pacht des Wirteehepaars im Bruderhaus. Es war schon lange Sand im Getriebe. Und das beileibe nicht nur auf Pächter-Seite und schon gar nicht nur wegen dem Spielplatz. Auch die Stadt hat es zu lange verschlafen, die angesprochenen Probleme und dabei insbesondere die Verkehrserschliessung proaktiv und zukunftsfähiger anzugehen.

Das Bruderhaus befindet sich mitten im Wald. Es ist nicht möglich, und wäre auch nicht sinnvoll, dort beliebig viele Parkplätze zu bauen, bzw. anzubieten. Das ist für jeden nüchternen Betrachter offensichtlich. Zumal auch wenn, dann müssten sie sich selbst finanzieren, eine passenden Parkgebühr wäre unumgänglich. Damit sind wir auch schon beim Kern des Problems. Ein Schelm wer glaubt, eine solche Infrastruktur würde dann schon irgendwie von irgend jemandem finanziert. Und dann gibt es ja auch immer mehr Besucher, die gar kein Auto haben, oder gar haben können. Sollen sie denn ausgeschlossen sein? Natürlich nicht, dafür gibt es ja seit einiger Zeit den Bus. Aber weshalb schaffen es die Beteiligten (Stadt und Pächter) nicht, gemeinsam eine gesellschaftlich, ökonomisch sowie ökologisch vernünftige Lösung aufzusetzen und die beiden Dinge geeignet zu kombinieren? Das Ausflugsrestaurant im Gyrenbad (Tösstal) erreichte auch, natürlich nur mit einem eigenen Mitteleinsatz, dass es mit einem Bus regelmässig erschlossen wird.

Weshalb ist das im Bruderhaus nicht möglich? Es wäre doch gar nicht so kompliziert: Im Raum Teuchelweiher gibt es, insbesondere am Wochenende, ein grosses Angebot an Parkplätzen. Weshalb nicht dieses nutzen, eine übergeordnete Bewirtschaftung (inklusive allfällige Parkplätze im Wald!) definieren, sowie einen Shuttle installieren, der die Besucher zum Bruderhaus hinaufbringt. Natürlich ist das alles nicht ganz billig, aber ein nachhaltiges Angebot muss doch allen Beteiligten etwas Wert sein, den Besuchern, dem Restaurant, der Stadt und nicht zuletzt auch der Bevölkerung von Winterthur? Aber ja, man kann das Ganze natürlich auch gratis weiter ins Chaos gleiten lassen...

 

Leserbrief im Landboten vom 11.8.2018 von Reto Diener, Gemeinderat
Artikel dazu hier: Restaurantpächter werfen den Bettel hin