Grüne verabschieden die Kantonsratsliste für Winterthur-Stadt

Mi 05.11.14

An der Mitgliederversammlung von Ende Oktober verabschiedeten die Grünen Winterthur die Stadt-Liste für die Gesamterneuerungswahlen im Frühling nächsten Jahres. Angeführt wird die Liste von Martin Neukom, ehemaliger Präsident der Jungen Grünen Schweiz, welcher seit letztem April im Kantonsrat sitzt. Auf den Plätzen zwei und drei folgen Renate Dürr und Jürg Altwegg. Renate Dürr ist seit 2010 politische Sekretärin der Grünen Winterthur und war schon 2014 Spitzenkandidatin für den Grossen Gemeinderat. Jürg Altwegg, seit 2008 im Gemeinderat und seit diesem Herbst auch im Kantonsrat war von 2009 bis 2014 Präsident der Grünen/AL- Gemeinderatsfraktion. Die Spitzengruppe wird verstärkt durch Regula Sterchi,  Gewerkschaftssekretärin sowie Niggi Kappeler, Informatiker (junge grüne). Danach stehen viele weitere bekannte Namen aus der Winterthurer Politk und Gesellschaft auf der Liste. Insgesamt ein ausgewogenes Feld mit vielen verschiedenen, starken Persönlichkeiten.

Dass Grüne Politik im Zürcher Kantonsrat nötiger ist denn je zeigen drei Beispiele aus dem letzten halben Jahr:

  1. Zwar konnte der Energieplanungsbericht der Regierung zurückgewiesen werden, doch nach wie vor gibt es im Rat keine Mehrheiten für einen massgeblichen Ausbau der Erneuerbaren.
  2. Trotz der Annahme der Kulturland-Initiative von der Bevölkerung, hat sich die Ratsmehrheit geweigert darauf einzutreten und ein Gesetz dazu zu erlassen. Gerade da die Zersiedelung viel unnötigen Verkehr verursacht, sind Massnahmen in diesem Bereich dringend. 
  3. Mittlerweile beteiligen sich bereits Parteien mit dem „liberal“ im Name an einer Politik, die Sozialhilfebezüger als Sündenböcke verwendet. Dies zeigen die Diskussionen um Auto-Verbot für Sozialhilfeempfänger oder der Austritt aus der SKOS. Hier braucht es als Gegengewicht eine Politik die Grundwerten von Gleichheit und Rechtsstaatlichkeit basiert. Eine Politik die Lösungen sucht anstatt Sündenböcke.

Winterthur, 5. November 2014, Martin Neukom, Kantonsrat