Klima retten - Kohle machen

Mi 27.05.20

Vergangenen Montag beim Restart des Gemeinderates habe ich ein Postulat eingereicht, das die Unterstützung fast aller Ratsparteien fand und das die ANDERE akute Krise betrifft:

„Pyrolyse - Negative Emissionstechnologie“.

Hinter dem technischen Titel steht das Anliegen, dass sich die Stadt damit beschäftigt, wie CO2 in Zukunft wieder aus der Luft gefiltert werden kann. Dies wird gemäss Berechnungen des Bundes ein elementares Unterfangen um die Klimakrise abzuwenden. Die vorgeschlagene Technologie bedient sich eines einfachen Trickes. Die Natur bindet genügend CO2 in Bäumen und Pflanzen. So können Restmaterialen wie Hackschnitzel oder Klärschlamm „verkohlt“ werden und die entstehende Pflanzenkohle in den Erde (Humus) eingebracht werden. Hier wird der Kohlenstoff über Jahrtausende gebunden und hat zudem immense Vorteile. Die poröse Oberfläche von Kohle speichert Wasser und Nährstoffe. So braucht die Landwirtschaft deutlich weniger Dünger und Wasser.

Sie sehen also: dies ist eigentlich die lange gesuchte „Eierlegenewollmilchsau“ - der Klimaretter. Und das beste daran ist: es kann hier geschehen und gibt unsern Bauern grosses Gewicht.

 

Politische Kolumne in der WiZe. Von Florian Heer, Gemeinderat Grüne