Leben statt Parken

Fr 20.09.19

Am heutigen internationalen Park(ing)-Day haben die Parteien Grüne und SP gemeinsam mit dem Verein umverkehR in einer Aktion beispielhaft aufgezeigt, wieviel Platz durch parkierte Autos, bzw. Parkplätze im knappen städtischen Raum versperrt und belegt ist. Sie haben auf spielerische Art und Weise sichtbar gemacht, was mit einer Fläche von rund 24m2 (2 Parkplätze) alternativ alles für die Bevölkerung angeboten werden könnte. Sie stand unter dem Motto: "Leben statt Parken".

Kein anderes Verkehrsmittel belegt so viel Raum auf und neben der Strasse wie das private Auto. Dabei ist das Auto hochgradig transportineffizient. Gemäss Mikronzensus 2015 werden in der Stadt Winterthur rund 40% der Wege mit dem Auto zurückgelegt. Dafür werden andererseits rund 80% des öffentlichen Verkehrsraumes benötigt: Ein krasses Missverhältnis. Velo-, Fuss- und öffentlicher Verkehr teilen sich den Rest von 20% , leisten aber heute schon viel mehr, nämlich rund 60% der zurückgelegten Wege.

Deshalb fordern wir eine stärkere Priorisierung der effizienteren und umweltfreundlicheren Verkehrsträger: Mehr Velowege, separate Busspuren, attraktive Fussgängerverbindungen sowie ganz allgemein eine Stadt der kurzen Wege.

von Reto Diener