Neutral? Nicht die Schweiz!

Mo 09.11.20

Die Kriegsgeschäftsinitiative der Gruppe für eine Schweiz ohne Armee und der Jungen Grünen fordert, dass die Finanzierung von Kriegsmaterial durch Schweizer Geld verboten wird. Am 29. November werden wir darüber abstimmen.

Die Schweiz bezeichnet sich gerne als «neutral». Neutral wäre es, kein Geld in den Kriegsmaterialmarkt zu stecken und sich somit gegen Kriege einzusetzen. «Neutralität» muss bedeuten, dass man sich für Frieden und gegen Fluchtursachen, für ein «Miteinander» und gegen Waffengewalt einsetzt. Wenn aber grosse Schweizer Banken jährlich Milliarden (2018 waren es 9 Milliarden US-Dollar) in Atomwaffen-Produzenten stecken, dann ist das nur konfliktfördernd und wohl kaum neutral. Das Geld darf hier keine grössere Rolle spielen, als die Vernunft und Verantwortung.

So lange wir in die Kriegsmaterial-Produzenten investieren, stehen wir nicht für Frieden ein. Wir sind offensichtlich mitverantwortlich für Konflikte und Gewalt. Also zeigen wir am 29. November, dass wir eine friedlichere Welt wollen und uns gegen Waffengewalt einsetzen. Zeigen wir, dass uns eine neutrale Schweiz wichtig ist. Deshalb: JA zur Kriegsgeschäftsinitiative.

Kolumne in der Winterthurer Zeitung, von Nina Wenger, Gemeinderätin