Es braucht neue unverbrauchte Kräfte

Do 07.11.19

Meine Tochter (10) fragte mich beim ins Bett gehen, ob die Klimajugend mit ihren lauten Forderungen zu stark übertreibe, wie eine ihrer Freundinnen behauptet.

Ich fragte zurück, was ihre Meinung sei.

Sie meinte sie teile diese nicht, denn es sei ja nicht deren Schuld, dass bisher zu wenig gemacht wurde. Sie hätten ja noch nicht gross mitbestimmen können in dieser Welt.

Diese simple Logik entlarvt viele Vorwürfe gegenüber der Klimajugend.

Die Klimajugend lebt in einer von uns geschaffenen Welt. Sie sind noch keine Ingenieure, welche neuartige Antriebe erfinden konnten, sie konnten weder Faire-Tablets noch biologisch abbaubaren Plastik produzieren lassen.

Richtig: das wäre unsere Aufgabe gewesen! Wissen wir doch seit über 30 Jahren fundiert über die Auswirkungen des Verbrauchs fossiler Energie beschied.

Aber wir haben diese Aufgaben jedoch nicht gelöst weder die Eliten aus der Wirtschaft, noch die bisherigen Mehrheiten in den Parlamenten.

Deshalb braucht es neue, unverbrauchte Kräfte in den Gremien. Vertrauen wir den jüngeren Generationen und habe wir die Grösse sie gestalten zu lassen.

Deshalb empfehle ich Ihnen Marionna Schlatter in den Ständerat zu wählen.

Kolumne in der Winterthurer Zeitung, von Florian Heer, Gemeinderat