ÖV Boost für Winterthur

Fr 20.11.20

Gegen die neue Busbrücke in der Grüze wird aus verschiedenen Kreisen mit ganz unterschiedlichen Argumenten mobil gemacht. Was ist davon zu halten? Püntiker und die Recyclingfirma Maag wissen schon seit vielen Jahren dass an dieser Stelle eine neue Querung geplant ist, die Festlegung erfolgte 2014 mit dem Gestaltungsplan Neuhegi. Seit damals haben zwischen Stadt und Betroffenen immer wieder Gespräche stattgefunden. Alle Einsprachen konnten bereinigt werden. Jetzt gegen die Querung anzutreten hat wohl ganz andere Gründe. Insbesondere bei der SVP.

Zum ersten Einwand: Es gibt keinen besseren Ort als genau diesen, um einen neuen, zum HB zusätzlichen, und diesen entlastenden Verkehrsknoten für den öffentlichen Verkehr zu bauen. Nur hier kommen so viele Bahnlinien zusammen. Nur hier kann durch direktes Umsteigen zwischen Bahn und Bus ein echter ÖV Hub entstehen. Zum zweiten: Es ist eine Brücke für den Bus und die Fussgänger, keine Veloquerung. Für letzteres ist sie wenig geeignet. Diese wird später separat erstellt, ebenso die Veloschnellroute in die Stadt. Deren Linienführungen sind aktuell Gegenstand von Gesprächen mit den Betroffenen, aber auch mit der SBB. Wenn die SVP jetzt jammert, dass die Auto-Erschliessung nicht gleichzeitig kommt und das als Argument gegen die Vorlage bringt, könnte ich als Velopolitiker das ja genauso tun. Der Leser oder die Leserin kann sich seinen eigenen Reim darauf machen. Ich sage am 29. November «JA» zum ÖV-Quantensprung im aufstrebenden Raum Neuhegi.

 

Kolumne in der Winterthurer Zeitung, von Reto Diener, Gemeinderat Grüne, Winterthur