Für ein «Winti-green-wide-web»

Mi 23.06.21

Die Gartenstadt Winterthur wartet für Erholungssuchende mit tollen Parks, Alleen, attraktiven Wäldern, Fluss- und Bachläufen auf. Es ist ein ganzes Netz grünenblauer wertvoller Perlen. Dieses Netz wird auch von Tieren und Pflanzen benutzt, denn auch sie müssen, um zu überleben, mobil sein. Wie sieht nun der Zustand dieses Netzes aus biodiverser Sicht aus? Leider unzureichend. Während nämlich Corona und Klima in aller Munde ist, nimmt die Krise des Artenrückgangs auch bei uns in aller Stille ihren Lauf. Dass aber auch dieses Thema in Winterthur angekommen ist, haben die städtischen Abstimmungsresultate gezeigt- alle drei Umweltvorlagen sind mit satten Ja-Anteilen angenommen worden. Im Namen der Grünen vielen Dank liebe Winterthurerinnen und Winterthurer! Schon am kommenden Montag steht im Gemeinderat eine wichtige neue Vorlage für die Natur- und damit für UNS!- auf der Traktandenliste: Biodiversitätskorridore. Unbestritten, der Titel ist etwas sperrig, der Inhalt aber recht einfach: Die eingangs erwähnten grünen Flächen bedürfen dringend einer stärkeren Vernetzung und müssen damit noch mehr zu Trittsteinen für ein ökologisches Netz für Flora und Fauna werden: Bäche müssen mehr Platz erhalten, Flächen entsiegelt, Verkehrsbegleitflächen, Schulhausumgebungen und Parks noch naturnaher gestaltet und gepflegt werden (wenn immer möglich mit der Hand und ohne CO2- u. Schadstoffausstoss!). Wenn dann auch Sie, geschätzte Leserin und Leser auf dem Balkon und im Hausgarten einheimischen vor exotischen Pflanzen den Vorzug geben und das Pflanzenschutzmittel künftig im Ladenregal stehen lassen, leisten wir alle zusammen einen unschätzbaren Beitrag für das dringend notwendige «Winti-green-wide-web»!-

 

Katharina Frei Glowatz
Gemeinderätin Grüne, Kolumne in der Winterthurer Zeitung