Sommerhitze - und jetzt?

Mo 16.07.18

Flyer- und Informations-Aktionen der Grünen in der Altstadt von Winterthur: Die Klimaerwärmung ist Tatsache, auch hierzustadte immer stärker zu spüren. Zunehmend ist auch die persönliche Gesundheit betroffen. Was tun gegen Hitzestau und steigende Temperaturen?

Die Gletscher schmelzen im Rekordtempo, nicht nur in den Bergen der Schweiz, auch an den Polen und in Grönland. 2018 droht weltweit erneut ein Rekordsommer und für diese Woche sind hierzustadte schon wieder Hitzetage mit Temperaturen über 30 Grad sowie unüblich anhaltender Trockenheit angesagt. Auch wenn die Mehrheit – klimaerwärmend wirksam – in die Ferien gejetted ist, das ist kein Grund es ihnen gleich zu tun. Jetzt erst recht nicht mehr.

Auch die Klimakarten welche seit jüngstem von jedermann über das Web abgerufen werden können, sprechen unübersehbar Klartext. Geht es mit der Erwärmung so weiter wie bisher – und nichts scheint dem entgegenzustehen – so werden wir bis in einigen Jahrezehnten auch in der Stadt Winterthur viele Dutzende von sommerlichen Hitzetagen zählen, was dann doch dem einen oder anderen auf die Gesundheit schlagen wird. Viele Ärzte warnen schon heute vor den schädlichen Auswirkungen. Doch nicht nur das, auch in den Wäldern und auf den Hügeln rund um die Stadt herum werden solche Temperaturen immer häufiger anzutreffen sein. Für die Menschen wird es immer schwieriger werden, Abkühlung zu erhalten. Dass davon, neben uns selbst, auch die Natur und Vegetation massiv betroffen sein wird, ist Binsenwahrheit und unterdessen überall einschlägig nachzulesen.

Die Grünen Winterthur (zumindest jene, die nicht in den Ferien oder in der Badi weilen) werden diesen Sommer an heissen Tagen in den "Hotspots" der Altstadt einen kleinen A6 Flyer verteilen, um die Bevölkerung auf die Probleme sowie Tipps dagegen aufmerksam zu machen. Wir wollen damit einen Beitrag zur Sensibilisierung leisten. Aufklärung tut dringend Not. Noch ist in der Öffentlichkeit wenig vom notwendigen Aufbruch in die post-fossile Ära zu sehen und zu spüren. Die CO2-Kompensation des Interkontinentalflugs genügt dazu einfach nicht. Soll die Erwärmung auf unter 2 Grad gehalten werden, müssen in Kürze deutlich grössere Veränderungen (auch beim Verhalten) vom Stapel rollen.

von Reto Diener, Co-Präsident