Winti erneuerbar - Jetzt!

Do 15.02.18

Heute übergaben die Grünen Winterthur Stadtrat Stefan Fritschi rund 1400 Unterschriften für unsere im Herbst lancierte Petition "Winti erneuerbar - Zeit zu Handeln". Dazu überreichten ihm die Grünen symbolisch eine kleine "Wärmepumpe" in der Form einer Luftpumpe, (a) weil die Stadt offenbar selbst zuwenig Geld dafür hat und (b) damit den Projekten für erneuerbare Wärme künftig weniger schnell die "Luft ausgeht". Im Bild von links nach rechts: Stefan Fritschi (Stadtrat)k, Bendicht Hofer (Vorstand), Renate Dürr und Reto Diener (Co-Präsidium), Christian Griesser (Gemeinderat), Martin Neukom (Kantonsrat).

Die Klimaerwärmung schreitet unerbittlich voran. Beinahe täglich ist es überall nachzulesen und spürbar. Winterthur hat sich zum Ziel gesetzt, seinen Beitrag dazu zu leisten und u.a. den Ausstieg aus den fossilen Energien beschlossen (2000Watt-Gesellschaft, Energiekonzept 2050). Der kürzlich veröffentlichte Umweltbericht zeigt allerdings deutlich auf, dass im Bereich CO2-Reduktion zuletzt eher Stillstand als dringend benötigter Fortschritt herrschte. Einer der wenigen Bereiche, wo die Stadt und auch die öffentliche Hand direkt und unmittelbar Einfluss nehmen kann ist die Wärmeversorgung ihrer Bewohner sowie der hiesigen Arbeitsplätze. Aber ausgerechnet da, beim grössten derart geplanten Projekt "Aquifer", wurde letzten Herbst vom Stadtrat der Stecker gezogen. Die Grünen Winterthur und mit Ihnen 1400 UnterzeichnerInnen der Petition erwarten vom Stadtrat, dass er jetzt handelt und nicht auf die lange Bank schiebt. Die Ziele ansonsten immer unerreichbarer werden, bzw. die Klimaerwärmung kaum mehr zu bremsen ist.

Dass die Rendite für solche Projekte nicht den Erwartungen einer normalen Finanzanlage genügen kann ist kein Grund, nicht zu handeln. Schulhäuser und andere Infrastrukturen "rentieren" auch nicht, es sind Investitionen im Rahmen öffentlicher Dienstleistungen, die wir für die Gesellschaft als ganzes tätigen. Analog müssen wir Mittel und Wege finden, unsere Energieversorgung zugunsten der Gesellschaft und dem Erhalt unserer Lebensgrundlagen auf eine erneuerbare Basis zu stellen. Da ist auch die öffentliche Hand gefordert, innovative Lösungen zu entwickeln.

 

Medienmitteilung Grüne Winterthur, Reto Diener, Co-Präsident